1. Frauen: Handball-Geschichte in der Grünheider Löcknitzhalle – GSV-Ladies gewinnen erstes Final Four der Frauen im HVB-Verbandspokal – Sieg im Endspiel gegen Oberligist HSV Falkensee mit 20:16 (8:8) – Das nächste Highlight wartet am Samstag mit dem Spitzenspiel in der Verbandsliga Nord gegen den Zweiten Finowfurter SV
Grünheide (RH). Der Grünheider SV und die GSV-Ladies haben Handball-Geschichte geschrieben. Beim überhaupt ersten Final Four im neu geschaffenen Verbandspokal des Handball-Verbandes Brandenburg (HVB) am vorigen Wochenende, 15./16. März, setzten sich die Gastgeberinnen als Premieren-Siegerinnen durch. Im Endspiel vor rund 200 Zuschauern in der Löcknitzhalle gewann das Verbandsliga-Nord-Team um Chefcoach Dennis Sutterer sowie die Co-Trainer Ronald Rochow und Marko Grubauer gegen den HSV Falkensee 04 aus der Oberliga Brandenburg am Sonntag mit 20:16 (8:8). Tags zuvor hatten die Grünheiderinnen den HV Calau, vorzeitiger Meister in der Verbandsliga Süd, im Halbfinale mit 33:28 (18:13) bezwungen. Das Spiel um Platz 3 gewann der HV Calau gegen den Finowfurter SV mit 29:19 (15:10), der im Halbfinale Falkensee mit 22:29 (11:14) unterlag.
Dennis Sutterer: „Großes Lob an gesamtes Team“
Die Grünheider Freude war am späten Sonntagnachmittag natürlich riesig, als das Historische geschafft war. „Ein großes Lob geht an unser gesamtes Team für die konstanten und prima Leistungen an beiden Tagen. Unsere Frauen haben sehr großen Willen gezeigt, den Pokal unbedingt gewinnen zu wollen“, sagt Dennis Sutterer. „Ein großes Lob geht zugleich an die Organisatoren von der Sektion Handball um Juliane Wulf und Anja Rudolph, die einen reibungslosen und sehr abwechslungsreichen Ablauf des Turnieres auf die Beine gestellt haben. Wir haben uns als Verein prima präsentiert und können stolz auf diese Ausrichtung des ersten Final Four sein. Und natürlich auch auf unseren sportlichen Erfolg.“

Würdiges und faires Finale
Die GSV-Ladies gingen von Beginn an konzentriert an ihre Spiele heran. Das Halbfinale am Samstag gegen den HV Calau war bis zur 20. Minute (12:11 für den GSV) eine recht enge Partie, ehe sich die Grünheiderinnen zur Halbzeit mit fünf Toren absetzen konnten. Den Vorsprung hielten sie dann auch bis zum Schluss. Im Endspiel am Sonntag nahm der GSV-Coach nach dem 3:5 (17.) eine Auszeit, danach gab es wechselnde Führungen auch nach dem Pausen-8:8 bis zur 46. Minute (13:13). Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die GSV-Ladies ab und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Es war ein würdiges Finale, Dank auch an die Falkenseerinnen für das faire Spiel“, sagt Dennis Sutterer. Und er hatte sich für den Final-Gegner eine Überraschung einfallen lassen: „Wir haben erstmals mit einer 5-1-Abwehr gespielt, was wir auch sehr gut umgesetzt haben.“

Starke Abwehr und Torhüterinnen
„Dass so wenig Tore fielen, lag an starken Abwehrleistungen und Torhüterinnen, auch in unserem Team“, erklärt Dennis Sutterer. Neben Jessica Barke und Jenny Fitzke hob der GSV-Coach auch Laura Lenk hervor, die an beiden Tagen erfolgreichste Werferin war und gut Regie führte, sowie Hanna Weidt, die viele wichtige Tore erzielte und eine sehr gute Wurfquote hatte. „Aber wie gesagt, insgesamt war es eine hervorragende Teamleistung unserer Frauen. Großen Dank auch an unsere Fans und alle anderen Zuschauern für die prima Stimmung in der Halle an beiden Tagen“, betont Dennis Sutterer. Alle hatten Spaß gehabt, auch die GSV-Ladies, die am Sonntagabend ihren Verbandspokal in und vor der Löcknitzhalle noch ausgelassen feierten.

Nächstes Highlight am Samstag
Nach dem Pokal ist vor dem Spitzenspiel: Nun wollen die GSV-Ladies den Schwung aus dem erfolgreichen Pokal-Wochenende in die Meisterschaft der Verbandsliga Nord mitnehmen. Nach der überraschenden 24:26-Heimniederlage gegen den Tabellen-Vierten SV Blau-Weiß Dahlewitz (9. März) „folgen für uns jetzt nur noch Endspiele“, sagt Dennis Sutterer. Gleich die nächste Partie in der Löcknitzhalle am Samstag, 22. März 2025, ab 14.00 Uhr, ist ein Highlight. Da empfangen die Frauen des Grünheider SV als Tabellen-Dritter den zweitplatzierten Finowfurter SV, der Vierter im Final Four war. Das Verbandsliga-Hinspiel hatte der GSV am 9. November 2024 mit 23:29 verloren. Diese offene Rechnung soll jetzt beglichen werden. Das gesamtes Team hofft wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Tribünen!

Der Grünheider SV spielte im Halbfinale gegen den HV Calau in der Löcknitzhalle mit: Jessica Barke, Jenny Fitzke, Wiebke Fabig – Kristin Rothe 1, Nicole Kleine 2, Louisa Barke 2, Laura Lenk 10/1, Stefanie Lenk 5, Nele Wedehase 1, Christin Boenig 4, Lena Pfeil 1, Hanna Weidt 7
Schiedsrichter: Martin Otto, Pascal Ryll – Siebenmeter: HVC 3/3, GSV 1/1 – 2-min-Strafen: HVC 1 (1 Disqualifikation), GSV 5
Der Grünheider SV spielte im Finale gegen den HSV Falkensee 04 in der Löcknitzhalle mit: Jessica Barke, Jenny Fitzke, Wiebke Fabig – Kristin Rothe, Nicole Kleine 1, Louisa Barke, Laura Lenk 8/3, Stefanie Lenk 2, Nele Wedehase 3, Christin Boenig 1, Lena Pfeil, Hanna Weidt 5
Schiedsrichter: Matthias Neumann, Tom Neumann – Siebenmeter: HSV 4/2, GSV 3/3 – 2-min-Strafen: HSV 4, GSV 5
Fotos: © Werner Herzog (Bild01-37)
Kabinen/Jubel-Fotos und Video: © GSV-Ladies
































